Forschungsprojekte

ANGIE02: „Künstliche Bauchspeicheldrüse“ am Patientenbett

(Forschungskollaboration UDEM-Universität Cambridge UK)

Gegenwärtig wird im Rahmen einer Studienkollaboration mit der „Artificial Pancreas“ Forschungsgruppe von Roman Hovorka (University of Cambridge, UK) am Inselspital untersucht, ob mittels einer voll-automatisierten Glukose-gesteuerten Insulinabgabe («Closed-Loop») im Vergleich zur konventionellen Insulintherapie (Kontroll-Arm) eine Blutzuckeroptimierung während der Hospitalisation erzielt werden kann.                                          

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Komponente der „Künstlichen Bauchspeicheldrüse“: Glukose-Sensor, Insulinpumpe, Smartphone/Tablet.

GlucoTab®-TabDec

Im September 2017 startet die GlucoTab®-TabDec Studie in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik für Neurochirurgie und der Universitätsklinik für Endokrinologie, Diabetologie, Ernährung und Metabolismus (UDEM). Das „GlucoTab®-System“ ist ein Computer-gestützter Entscheidungsalgorithmus, welcher zur Berechnung der korrekten Insulindosierung bei Typ 2 DiabetikerInnen entwickelt wurde.                           

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MIWADO

In Kürze wird die MIWADO App für eine erste Testphase gemeinsam mit ausgewählten Patienten unserer Abteilung eingesetzt. MIWADO ist eine App zur sicheren und somit verschlüsselten Kommunikation mit Patienten. Über die App können Nachrichten zur Terminadministration und Terminorganisation aber auch kurzfristige Anliegen seitens der Patienten gesandt werden. Hierzu wird die sichere Austauschplattform MIDATA benutzt. Anpassbare Textvorlagen ermöglichen eine zeitökonomische Anwendung.
Erste Usability-Tests an unserer Abteilung (UDEM) konnten die Praktikabilität der App im klinischen Alltag bereits bestätigen. Ein wichtiger Aspekt ist die Möglichkeit der Terminerinnerung.

SwissDiabStudy SDS
Prospektive Kohortenstudie zum Diabetes mellitus in Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital St. Gallen

SwissNET
Schweizer Registerstudie für Patienten mit Neuroendokrinen Tumoren

DiabSport
Forschungsprojekt mit diversen Studien zu Sport und Diabetes mellitus Typ 1

ARTORG
Künstliches Pankreas und GoFood: Forschungsprojekte zur Entwicklung von "closed loop" Systemen der sensorgesteuerten Insulinpumpentherapie bei Diabetes mellitus, sowie zur automatisierten Berechnung von Kohlehydratmengen basierend auf Smartphone-Applikationen

SPRINT
Meta-Analyse zur Langzeittoxizität der Radiojodtherapie in Zusammenarbeit mit der Nuklearmedizin

Forschungsprojekte Ernährungsmedizin


Kompatibilität und Stabilität von Levetiracetam in kommerziellen parenteralen Nährlösungen
Das Ziel der Studie ist eine Erfassung der Stabilität und Kompatibilität von Levetiracetam, einem neutralen und hydrophilen Antiepileptikum, in kommerziellen «all-in-one» Nährlösungen. Dies soll mit Hilfe von einfachen und validierten Methoden gemacht werden, um die nötigen Daten zeitgerecht zur Verfügung zu stellen. Eine praktische, dokumentierte und sichere Behandlung mit einer parenteralen Nährlösung als Medikamententräger kann so gewährleistet werden. Mittels LC-MS/MS Messungen, pH Bestimmungen, visueller Kontrolle und Lichtmikroskopie wurden die Proben in Zusammenarbeit mit der Labormedizin im Kantonsspital Aarau (Prof. Huber) analysiert. Die beschriebenen Methoden erwiesen sich als geeignet, um Stabilitätsuntersuchungen im klinischen Alltag zu machen. Levetiracetam zeigte sich in drei verschiedenen Konzentrationen und drei unterschiedlichen Temperaturen als stabil über eine Woche in den verwendeten «all-in-one» Nährlösungen.

Namito Studie: Ernährungsassessment bei Patienten mit mitochondrialen Zytopathien
Patienten mit mitochondrialen Zytopathien sind einem hohen Mangelernährungsrisiko ausgesetzt und weisen häufig Symptome auf, welche die Ernährungssituation verschlechtern können. Ziel dieser Studie ist, ein ausgedehntes Ernährungsassessment durchzuführen und spezifische metabolische Erkenntnisse aufzuzeigen, welche für die weitere ernährungsmedizinische Beratung und Betreuung dieser Patienten wegweisend sind. In dieser prospektiven Beobachtungsstudie mit einer gesunden Kontrollgruppe und ambulanten Patienten mit einer mitochondrialen Zytopathie wurde der NRS 2002, die Lebensqualität mittels SF-36 v2 und die Körperzusam-mensetzung mittels BIA gemessen. Zudem wurde eine indirekte Kalorimetrie Messung und eine quantitative und qualitative Analyse der Ernährungsgewohnheiten (7-Tage-Essprotokoll) gemacht. Bei den Patienten wurden zu-sätzlich ein umfassendes Blutbild und eine 24h-Urin Analyse durchgeführt.

HNSCC Studie: Outcome nach einer präoperativen Immunonutrition bei Patienten mit einem HNO-Plattenepithelkarzinom
Patienten mit HNO-Karzinomen zeigen eine erhöhte präoperative Prävalenz für Mangelernährung und eine hohe Inzidenz von postoperativen Komplikationen. Dazu gehören lokale Wundinfektionen und eine schlechte Wundheilung, Bildung von Fisteln, Sepsen oder auch Pneumonien und andere Infekte. Patienten, welche perioperativ eine Ernährungssupplementation mit Immunonutrition erhielten (Komponenten: Arginin, Omega-3-Fettsäuren, Nukleotiden mit/ohne Glutamin), zeigten in einigen Studien einen Vorteil bezüglich postoperativem Outcome und zwar: weniger infekt-bedingte und lokale Komplikationen, kürzere Hospitalisationsdauer, besseres Ansprechen auf die Radio-Chemotherapie und bessere Lebensqualität. Das Ziel der Studie ist es, in einer retrospektiven Analyse bei HNO-Plattenepithelkarzinom-Patienten, den Effekt einer präoperativen Verabreichung von Immunonutrition (Oral Impact®) zu untersuchen. Dazu werden eine historische Patientengruppe ohne Immunonutrition versus einer Patientenpopulation nach präoperativen Erhalt einer 5-tägigen oralen Immunonutrition bezüglich dem postoperativen klinischen Outcome (lokale und medizin-chirurgische Komplikationen und Hospitalisationsdauer) vergleichen.

Mitarbeit Effort-Studie
Seit Januar 2015 wird auch am Inselspital die Effortstudie durchgeführt. Ziel der Studie ist, den Effekt der Ernährungstherapie bei mangelernährten Spitalpatienten nach State of the Art durchzuführen und die Auswirkung der Behandlung zu untersuchen.

Erfassung der Mangelernährung am Inselspital unter SwissDRG
2013 und 2014 wurden die stationären Patienten, welche mit Mangelernährung kodiert wurden erfasst. Die Daten wurden analysiert bezüglich Schweregrad der Mangelernährung, Hauptdiagnose, Klinik (Fachdisziplin), Hospitalisationsdauer, Alter und Geschlecht. Ein weiterer Fokus ist der finanzielle Aufwand und der Ertrag durch die erlösrelevanten Fälle. Die Publikation ist für 2016 vorgesehen.